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Dissertation: Khaled Souid


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Dissertation: Khaled Souid

Dissertation / Doktorarbeit / Thesis

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Biomechanik und Orthopädie
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Souid, Khaled (2010): Zum Einfluss von Muskelkraft, Beweglichkeit und Schnelligkeit sowie neuromuskuläre Koordinationsfähigkeit auf die Verletzungsanfälligkeit des Kniegelenkes. - Grundlagen zu präventiven Maßnahmen im Elitefußball

Zusammenfassung:
In dieser Arbeit wurden die ursächlichen Zusammenhänge zwischen dem Ausprägungsgrad der konditionellen Merkmale Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und neuromuskulären Koordinationsfähigkeit im Bereich der Unteren Extremitäten auf die Verletzungsanfälligkeit des Kniegelenkes im Elitefußball untersucht. Als zweites Teil dieser Arbeit wurde ein trainingspraktische Grundstrategie vorgestellt, die es ermöglicht die fußballerische Leistung über die Gesamtkarriere eines Spielers im elitefußball hinweg zu verbessern und dabei die Gefahr von Verletzungen und Überlastungsschäden am Kniegelenk zu minimieren. Für die Verarbeitung dieser Thematik, wurden die oben genannten konditionellen Merkmale als endogene (körperbezogenen) Determinanten in ihrer gegenseitigen Beeinflussung und als Gesamtheit betrachtet untersucht. In einer, retrospektiver, vergleichender Studie wurden zwei Elitefußballergruppen ausgewählt, die je aus einem Gesamtkader ohne Torhüter bestand. Die Spieler der zwei Fußballergruppen waren größtenteils eigene Nachwuchsspieler zwei großer Fußballklubs in Europa (Deutschland) und Afrika (Tunesien) und verfolgten über ihrer Gesamtkarriere hinweg unterschiedliche Trainingsstrategien. Während die deutschen Spieler bei deren alltäglichen Fußballtraining mehr auf Kraft setzten, vernachlässigten die tunesischen Spieler diese konditionellen Komponente und legten bei ihrem Training verstärkten Wert auf Technik und Taktik. In dieser Arbeit konnte bewiesen werden, dass die Ausprägungsgrad der Muskelkraft im Bereich der unteren Extremitäten einen direkten Einfluss auf die Verletzungsanfälligkeit des Kniegelenkes im Elitefußball hat; je weniger ausgeprägt die Muskelkraft ist, desto verletzungsanfälliger die Spieler am Kniegelenk sind. Bei den Trainern und Spielern im Elitefußball soll das konditionelle Merkmal Kraft als eine der Hauptsäulen der Kondition neben der Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination verstanden werden. Der Versuch seiner Optimierung sollte möglichst im Wachstumsalter, aber spätestens bis zum 18. Lebensjahr erfolgen.


The primary purpose of this study was to evaluate the relationship between the muscle strength, flexibility, speed, neuromuscular coordination and the vulnerability of the knee joint in soccer. In the second part of the study was a basic training strategy presented to minimize the knee injuries and to improve in the same time the physical condition in soccer. All injuries and the mentioned conditional parameters were studied in two soccer players groups in a retrospective, comparative study. The players of these two groups were mostly young players from two big football clubs in Europe (Germany) and Africa (Tunisia) and were followed through their entire career two different training strategies: The German players took in their daily soccer training more care on strength training, the Tunisian players ignore that and took more care in their daily training on technique and tactics. It was demonstrated in this study that the trainability grad of muscle strength in the lower limbs has a direct influence on the vulnerability of the knee in elite soccer; the players who perform less strength in their lower limb suffered more knee injury as the players who perform more strength in their lower limb. In addition to endurance, flexibility, speed and coordination, the conditional parameter strength must be seen as one of the main pillars of the condition. Muscle strength must be optimized in growing children and not later than the age of 18.


20.10.2017 - 03:19