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Dissertation: Tobias Luthe


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Dissertation: Tobias Luthe

Dissertation / Doktorarbeit / Thesis

Detusche Sporthochschule Köln
Institut für Natursport und Ökologie
Luthe, Tobias (2009): SkiSustain - Vulnerability to global change and sustainable adaption of ski tourism Zusammenfassung:
Abstrakt SkiSustain

Globaler Wandel als die Summe demografischer, sozioökonomischer und klimatologischer weltweiter Veränderungen beeinflusst den alpinen Tourismus, insbesondere den Skitourismus. Vor allem die direkten Auswirkungen des Klimawandels mit höheren Durchschnittstemperaturen, häufigeren Extremereignissen wie starker Niederschläge, Stürme, Warmlufteinbrüche oder Trockenheiten erfordern Reaktionen der Skigebiete und Skidestinationen. Den Schwerpunkt der Anpassung bildet die technische Adaption, insbesondere die Beschneiung und der Anlagenausbau in die Höhe, um den alpinen Skisport als Status quo zu erhalten.
Der analoge Winter 2006/07, der als bisher wärmster Winter der Aufzeichnungen gilt, zeigte jedoch die Grenzen der technischen Anpassung auf, sowohl aus ökonomischer, als auch aus ökologischer und sozialer Sicht. Für eine langfristig erfolgreiche, nachhaltige Anpassung an die globalen Veränderungen nicht nur klimatologischer Art ist der momentane Fokus auf die technische Adaption nicht ausreichend. Weitere Anpassungen auf Verhaltensebene sowie Vermeidungsstrategien sind notwendig und müssen vermehrt angewandt werden, wobei sich der Status quo des Skitourismus ändern wird.
In einem kausal vernetzten Mensch-Umwelt System Skitourismus sind Verhaltens- und Vermeidungsstrategien nur durch die direkte Zusammenarbeit von Angebots- und Nachfrageseite, von Skidestinationen und Skitouristen, erfolgreich umzusetzen. Eine Anpassung des Status quo auf Angebotsseite verlangt demnach auch eine Anpassung der Nachfrage an sich verändernde Angebote.
Erweiterte Formen der vernetzten Verhaltensanpassung und der Vermeidungsstrategien können mit Hilfe eines bewussteren, nachhaltigen Konsums zu neuen Chancen für den Skitourismus und den alpinen Tourismus im Ganzen führen, und dabei dessen Verletzbarkeit gegenüber globalem Wandel verringern.
Im Forschungsprojekt SkiSustain werden die Wechselwirkungen zwischen globaler Veränderung, Konsumentennachfrage und Angebotsstrategien modelliert, um ein Vulnerabilitätsmodell zu entwickeln und Möglichkeiten der nachhaltigen Anpassung zu testen.
Abstract SkiSustain
Global change, in particular changes in demographic patterns, in socioeconomic developments and in climate, significantly affects alpine tourism, especially ski tourism. The higher average temperatures and more frequent extreme events force the ski tourism industry to act.
In response, mainly technical means of adaptation in ski areas are being applied to maintain a status quo of alpine ski tourism. After the analogue winter of 2006/07 as the warmest winter on records, the current kind of adaptation proofed to be not sustainable, neither in its effectiveness, nor in its ecological impacts or its economical perspectives.
To increase the adaptive capacity for long-term success in a sustainable way, additional adaptation measures are required, such as behavioural and mitigative strategies. In the coupled human-environment system of ski tourism sustainable adaptation also has to involve the customer more in adapting the demand side consumer behaviour to changing services of ski areas as opposed to maintaining the status quo as the only approach.
Mitigational strategies in conjunction with demand side adaptation might lead to a potential new chance for suffering ski areas – a market of sustainable ski tourism where a blended mix of adaptation strategies leads to win-win situations in ski tourism.
In the research project SkiSustain we model the relation between global change, customer demand and supply side strategies to develop a vulnerability framework for ski tourism. It is meant to deliver a differentiated understanding of vulnerability and of sustainable adaptive capacity.


30.04.2017 - 03:18