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Dissertation: Byoung-Kwon Lee


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Dissertation: Byoung-Kwon Lee

Dissertation / Doktorarbeit / Thesis

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation / Abteilung Medizinische Rehabilitation und Prävention
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Lee, Byoung-Kwon (2009): Kraft und Beweglichkeit der Schulter bei koreanischen Volleyballspielern unterschiedlicher Spielklassen und Spielpositionen

Zusammenfassung:
Zusammenfassung

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, mit isokinetischen und kinematischen Methoden umfassendere und präzisere Ergebnisse für die Prävention im Volleyball aufzuzeigen. Hierfür wurden isokinetische Kraft- und kinematische Beweglichkeitsmessungen durchgeführt, um die muskulären Verhältnisse des Schultergelenkes genauer zu untersuchen.
Bei der vorliegenden Studie nahmen 86 Probanden aus vier unterschiedlichen Spielklassen teil. 21 Probanden wurden aus der Profiliga rekrutiert, 24 aus der Uni-Liga, 21 aus dem Schulsport-Turnier, 20 in der Kontrollgruppe. Für die Innen- und Außenrotation des Schultergelenkes wurden konzentrische Messungen des maximalen Drehmoments durchgeführt. Sowohl die dominante, als auch die nichtdominante Schulter wurden bei Winkelgeschwindigkeiten von 60 °∕s und 180 °∕s auf das maximale Drehmoment getestet. Die Beweglichkeitmessung der Schulter wurde mit einer dreidimensionalen Bewegungsanalyse durchgeführt.
Die vorliegenden Ergebnissen zeigen, dass die Profiligaspieler bei den Winkelgeschwindigkeiten von 60 °/s mit 65,9 Nm die höchsten Werte aller Spielklassen beim maximalen Drehmoment der IRO an der dominanten Seite aufwiesen. Die Profi - Spielerinnen zeigten mit 48 % das niedrigste Verhältnis von ARO / IRO. Bei den Profiligaspielern ergab die Messung der maximalen Innenrotationsbeweglichkeit an der dominanten Seite eine deutliche Einschränkung gegenüber der nichtdominante Seite. Die Profi - Spieler zeigten mit 45 % das niedrigste Verhältnis von maximaler IRO zu ARO von allen Spielklassen. Beim Vergleich der Ergebnisse von Angriffsspielern zeigten sich Unterschiede des maximalen Drehmoments (60 °/s) mit IRO und ARO (DS), der maximalen Schulterrotation (DS) und Verhältnis von maximaler Außen- zu Innenrotation an der dominanten Seite. Die Spieler mit früheren Schultergelenkverletzungen zeigten Unterschiede im maximalen Drehmoments bei ARO (60 °/s) (DS), maximalen Drehmomentverhältnis zwischen ARO und IRO (60 °/s), sowie der maximalen Schulterrotation.
Die Prävention sind hier der Ausgleich der muskulären Dysbalance mit Behebung sowohl der Verkürzungen, als auch der Abschwächungen. Solche Dysbalancen lassen sich frühzeitig diagnostizieren. Die untersuchten Ligen in der vorliegenden Studie gleichen sich bezüglich des Verletzungsrisikos, wobei dies für die Schulsportspieler nur in vermindertem Umfang galt. Wie schon seit einigen Jahren gefordert wird, muss der Verletzungsprävention im Training eine größere Bedeutung beigemessen werden.

Abstract

The Shoulder overuse injuries are common in volleyball players, especially during spike motion. Muscle strength and range of motion of the shoulder rotation are considered to be important during spiking. It would also be worth to find out if there were differences in shoulder strength and range of motion among these volleyball players with and without shoulder injury history in order to design appropriate shoulder injury rehabilitation and prevention training programs for each player.
In this study, 86 players from 4 different levels were tested, 21 from the professional league, 24 from the university league, 21 from the middle- and high school league and the rest 20 from the control group.
Isokinetic concentric strength of the shoulder rotators were tested at angular velocities of 60°/s and 180°/s by using the Biodex, and passive range of motion of the shoulder rotation was assessed using with the Simi-motion.
The strength test shows that the highest torque of 65.9Nm (60 °/s) on the dominant side was measured in the professional league players and it was the highest among the 4 test groups.
The 48% of professional players show the lowest level of the ER/IR values and the 45% on the dominant side of professional players the lowest level of “max. IR to ER,” which is the lowest of all test player groups. According to the test results, the dominant side shows the clear limitation of elasticity of inner rotation among professional league players (compared to the non-dominant side).
According to the test results in the attackers, the differences are to see in following factors like a isokinetic strength (60 °/s) of IR and ER (DS), maximal value of shoulder rotation (DS) and the ratio between the maximal ER and the IR on the dominant side.
The players who were injured in the history of shoulder show the differences in the isokinetic strength of ER (60 °/s), the strength ratio between ER and IR (60 °/s) and the maximal shoulder rotation (compared to the players without injury in the past).
We recommended functional exercises that improve both external rotators strength and stretching exercise for internal rotation in the dominant side during the prevention programs in volleyball players. In addition, hypermobility in the external rotation of dominant side for volleyball players should be looked over to prevent the injury.






30.04.2017 - 03:18