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Dissertation: Burkhard Woelfling


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Dissertation: Burkhard Woelfling

Dissertation / Doktorarbeit / Thesis

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung
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Woelfling, Burkhard (2009): Sportökonomische Einflussfaktoren und Besonderheiten für die strategische Planung multifunktionaler Sportanbieter im Lichte des Wandels der Sportstrukturen - eine empirisch analytische Langzeitbetrachtung -

Zusammenfassung:
Abstract

Die Fitnessbranche umfasst mittlerweile ein Umsatzvolumen von mehr als 3 Mrd. Euro und beschäftigt rd. 100.000 Menschen. Dennoch hat die Branche bisher wissenschaftlich kaum Beachtung gefunden. Dies betrifft insbesondere die Branche der sog. „Multifunktionalen Sport- und Freizeitzentren“, die über die letzten 10 Jahre stetig an Bedeutung gewonnen hat. Die Größenordnung der Multifunktionalen Sport- und Freizeitzentren verlangt hinsichtlich der Mitarbeiterzahl, der Umsatzdimension sowie der Dynamik des Marktes nach professionellem Management. Dabei spielt das Thema „strategische Unternehmensplanung“ eine existenziell wichtige Rolle. Bislang gibt es aber hier kaum fundierte Erkenntnisse darüber, wie professionell dieser Markt funktioniert und wie er strategisch geplant und geführt wird. Die vorliegende Arbeit möchte dieses Defizit beheben und beschäftigt sich daher sehr detailliert mit diesem Markt. Hierbei werden u.a. auch die strategischen Einflussfaktoren, die verwendeten Planungsinstrumente, die Trends dieser Branche sowie die Chancen und Risiken der Branche beleuchtet. Basis der Analyse bildet dabei eine 1997 vom Autor durchgeführte, umfassende empirische Studie bei einer Vielzahl „Multifunktionaler Sport- und Freizeitzentren“ in Deutschland. Mit Hilfe einer weiteren Vergleichsstudie im Jahr 2008 konnte dann die „Überlebensquote“ der Multifunktionalen Sport- und Freizeitzentren über die letzten 10 Jahre aufgezeigt und bewertet werden. Das Ergebnis ist ernüchternd, fast schon schockierend. Fast 38% der 1997 untersuchten Zentren haben die letzten 10 Jahre nicht überlebt. Weitere 33% konnten ihre Überlebensfähigkeit nur dadurch sichern, dass sie größere Veränderungen in ihrem Angebot und meist auch baulicher Art vorgenommen haben. Deutlich erkennbar wurde hierbei eine „strategische Planungslücke“. Denn offensichtlich haben gerade jene Zentren überlebt, die eine vorausschauende strategische Planung betrieben haben. Da eine derartige professionelle strategische Planung aber nur von wenigen Multifunktionalen Sport- und Freizeitzentren betrieben wird, ist eine derart „hohe Sterberate“ auch nicht verwunderlich. Dies ist umso bedenklicher, als dass es durchaus eine Reihe einfacher und nützlicher Planungsinstrumente aus der klassischen Betriebswirtschaftslehre gibt, die auch für diese Branche verwendbar wären. Auch dies hat die vorliegende Arbeit anhand von Beispielen aufzeigen können.

Abstract

The fitness sector encloses meanwhile a sales volume of more than 3 billion euros and occupies about 100,000 people. The line of business has nevertheless received hardly attention scientifically till now. This concerns in particular the branch of so-called„ multifunctional sports and leisure centres“ which constantly gained over the last 10 years significance. The range of the multifunctional sports and leisure centres requires with regard to the number of employees, the sales dimension as well as the dynamics of the market for a professional management. In this context the subject "strategic business planning" plays a vitally important role. However, up to now there is here hardly cognition about how this market works professionally and how it is planned and led strategically. The present work would like to repair this deficit and therefore occupies itself with this market very in detail. On this occasion, are lighted up among other things also the strategical factors of influence, the used planning instruments, the trends of this branch as well as the chances and risks of the branch. Base of the analysis is a comprehensive empiric study at a variety of "multifunctional sports and leisure centres" in Germany which is carried out 1997 by the author. Then with the help of another comparative study in 2008 the "survival rate" of the multifunctional sports and leisure centres about the last 10 years could be indicated and be appraised. The result is sobering, almost quite shocking. Nearly 38% of the centres examined in 1997 did not survived the last 10 years. Further 33% could protect their survival ability only by the fact that they have carried out bigger changes in their offer and mostly also of architectural kind. Clearly recognizably became, on this occasion, a „strategical planning gap“. Since obviously just those centres which have pursued a foresighted strategic planning have survived. Because such a professional strategic planning is pursued only by few multifunctional sports and leisure centres, such a “high death rate” is also not surprising. This is all the more amazing, as that there are a number of easy and useful planning instruments from the classical science of business management which would be also usable for this line of business. Also this could indicate the present work on the basis of examples.


23.08.2017 - 03:17