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Dissertation: Amichai Alperovich


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Dissertation: Amichai Alperovich

Dissertation / Doktorarbeit / Thesis

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Sportgeschichte
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Alperovich, Amichai (2008): Israel in der Olympischen Bewegung

Zusammenfassung:
Die Olympische Bewegung und die Zionistische Bewegung wurden beide im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts in Europa gegründet und standen lange in einem schwierigen Verhältnis zueinander.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit gesellschaftlichen, politischen und ideologischen Fragen, die die Zionistische Bewegung und den Staat Israel beim Aufbau nationaler Sportinstitutionen und bei der Vertretung des israelischen Sports auf internationaler Ebene betreffen.
Der Schwerpunkt liegt auf den Bemühungen eines Olympischen Komitees des jüdischen Gemeinwesens in Palästina zur Zeit des Britischen Mandats, die Anerkennung durch das Internationale Olympische Komitee zu erwirken, der Gründung des NOK von Palästina im Jahre 1934, dessen Nichtteilnahme an den Olympischen Spielen 1936, sowie den Auseinandersetzungen um die Anerkennung des Israelischen Olympischen Komitees in den Jahren 1948-1952. Die Beziehungen zwischen der Olympischen Bewegung und dem Staat Israel standen mehr als 40 Jahre lang im Schatten internationaler Konflikte, die die Teilnahme israelischer Sportler an den Asienspielen beendete und an den Mittelmeerspielen verhinderte. Insbesondere die Entwicklungen und Ereignisse im Nahen Osten, wie z.B. die Kriege mit arabischen Nachbarstaaten 1956, 1967 und 1973, sowie der Angriff palästinensischer Terroristen auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München wirkten sich auf die internationalen Sportbeziehungen Israels aus. Die antisowjetische Orientierung der israelischen Außenpolitik führte schließlich zum Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau.
Erst 1994 normalisierte sich das Verhältnis zwischen der Olympischen Bewegung und Israel, nachdem die israelischen Sportverbände in die europäischen Sportstrukturen eingegliedert worden waren. Zum ersten Mal wurde auch ein Israeli in das IOC gewählt.

The Olympic Movement and the Zionist Movement were both founded in Europe in the final decade of the 19th century and long had a difficult relationship with each other.
The work at hand addresses the social, political and ideological questions that relate to the Zionist Movement and the State of Israel in respect of the establishment of national sports institutions and the representation of Israeli sport at international level.
The dissertation focuses on the endeavours undertaken by an Olympic Committee of the Jewish Community in Palestine during the British Mandate to gain recognition by the International Olympic Committee, the founding of the NOC for Palestine in 1934, its non-participation in the Olympic Games of 1936, and the conflicts over the recognition of the Israeli Olympic Committee from 1948 to 1952. Relations between the Olympic Movement and the State of Israel were overshadowed by international conflicts for 40 years that then prevented the participation by Israeli athletes in the Asian Games and the Mediterranean Games. It was developments and incidents in the Middle East, in particular, such as the wars with neighbouring Arab states in 1956, 1967 and 1973, and the attack by Palestinian terrorists on the Israeli team at the Olympic Games of 1972 in Munich that influenced Israel's international sporting relations. The anti-Soviet orientation taken by Israel's foreign policy eventually led to the boycott of the Olympic Games held in Moscow in 1980.
Only in 1994 did relations between the Olympic Movement and Israel return to normal after the Israeli sports federations had been integrated into the Europe sports structures. An Israeli was also elected onto the IOC for the first time.


15.12.2017 - 03:16