virtuelle Fachbibliothek Sportwissenschaft

Dissertation: Sven Pieper


Logo Weltoffene Hochschule

naechste Seite uebergeordnete Seite vorige Seite

Dissertation: Sven Pieper

Aus dem Institut für Bewegungswissenschaft in den Sportspielen an der Deutschen Sporthochschule Köln Leiter: Univ.-Prof. Dr. med. K. Weber

Diagnostik der Laufschnelligkeit im Tennis Empirische Studien zur Entwicklung und Evaluation verschiedener Testverfahren

von der Deutschen Sporthochschule Köln zur Erlangung des akademischen Grades

Doktor der Sportwissenschaften

genehmigte Dissertation vorgelegt von

Sven Pieper

aus Bremen

Köln 2006

Zusammenfassung:

Neuartige Erkenntnisse zur Diagnostik der tennisspezifischen Laufschnellig-keit werden mittels mehrerer Forschungsstudien bestimmt und ihre Bedeutung für die Praxis dargestellt. Im Rahmen des ersten empirischen Untersuchungsabschnitts befassen sich zwei Forschungsreihen mit der Charakteristik und Bedeutung der Laufschnelligkeit im Tenniswettkampf. Die systematische Spielanalyse liefert aus insgesamt 4022 Schlägen zahlreiche Befunde zu den Laufschnelligkeits-belastungen in wettkampfspezifischen Zeitdrucksituationen. Ferner erhebt eine Befragung von 33 Tennistrainern der höchsten Ausbildungsstufe wichtige Erkenntnisse zum Stellenwert der Laufschnelligkeit unter dem Aspekt der konditionellen Faktoren. Der zweite Untersuchungsabschnitt beinhaltet empirische Forschungsarbeiten zum wissenschaftlichen Entwick-lungsprozess ausgewählter Diagnostikverfahren. An den Studien nahmen insgesamt 962 Tennisspieler/-innen teil. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei die Prüfung von ausgewählten Testverfahren hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Gütekriterien. Des Weiteren liefert ein Vergleich zwischen der elektronischen (Lichtschranken- und Ballpendelmesssystem mit Startplatte) und der manuellen Zeiterfassung (Stoppuhr) interessante Erkenntnisse für die praktische Anwendbarkeit. Anhand von Korrelations-berechnungen verschiedener Testresultate von Kaderuntersuchungen erfolgt eine Bestimmung relevanter Leistungsmerkmale für die Sprintfähigkeit. Auf der Basis der empirischen Daten sind Norm- bzw. Orientierungswerte sowie Empfehlungen für die Trainingssteuerung der Laufschnelligkeitsleistung abgeleitet.

Absract

Latest findings for the diagnostics of tennis specific running speed are determined by means of several research studies and their practical relevance is shown. In the context of the first empiric segment two investigations deal with the characteristics and relevance of the running speed in tennis competition. The systematical analysis indicates numerous findings regarding the running speed loads in time pressure situations in tennis competition from a total of 4022 strokes. Further 33 tennis trainers of the highest education level provide important results concerning the value of the running speed with regard to the aspect of physical condition. The second investigation segment comprises empiric research studies for the scientific process of development of well-chosen diagnostics tests. A total of 962 tennis players took part in the studies. Hereby, special attention is paid to the monitoring of selected test procedures concerning their scientific quality criteria. Further a comparison between electronic (light barriers and ball pendulum measuring system with start plate) and the manual time registration (stopwatch) provides interesting results for the practical appication. On the basis of correlation calculations of different test results of cadre investigations an analysis of relevant achievement signs is achieved for the sprint ability. On the basis of the empirical data, standard values or benchmarks as well as recommendations for the training practice of the running speed performance are deduced.

20.10.2017 - 03:19