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Dissertation: Heike Schiffer


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Dissertation: Heike Schiffer

Aus dem Institut für Sportorthopädie/Sporttraumatologie der Deutschen Sporthochschule Köln Leiter: Prof. Dr. med. W. Menke

Untersuchung der verletzungsprophylaktischen Wirkung des Aufwärmens durch Befragung verletzter Sportler bezüglich ihres Aufwärmverhaltens - eine retrospektive Studie -

Von der Deutschen Sporthochschule Köln zur Erlangung des Akademischen Grades Doktor der Sportwissenschaften genehmigte Dissertation

vorgelegt von Heike Schiffer aus Essen

Köln 1998

Kurzzusammenfassung Die vorliegende Untersuchung hat zum Ziel, die verletzungsprophylaktische Wirkung des Aufwärmens im Sport zu eruieren. Dabei wurde von der These ausgegangen, daß adäquates Aufwärmen vor sportlichen Belastungen dazu beiträgt, Verletzungen zu verhindern. Als Untersuchungsmethode wurde die schriftliche Befragung gewählt. An der retrospektiven Studie nahmen 506 Sportverletzte teil, deren Aufwärmverhalten anhand eines 50 Fragen umfassenden Fragebogens analysiert wurde. Demnach hatten 84,6% der Sportverletzten ein Aufwärmen durchgeführt, von denen 64,2% ihr Aufwärmen als gut eingeschätzt hatten. Die Selbsteinschätzung der Befragten bezüglich der Qualität ihres Aufwärmens wurde mit der substanzwissenschaftlichen Bewertung ihres Aufwärmverhaltens verglichen. Die Unterschiede sind hochsignifikant (p<0,01). Die Bewertung des Aufwärmens jedes einzelnen Befragten unter Berücksichtigung aller das Aufwärmen beeinflussender endogener und exogener Faktoren ergab, daß 9,5% der Sportverletzten gut und richtig, 21,3% genügend, 54% ungenügend und/oder falsch sowie 15,2% gar nicht aufgewärmt waren. Dieses Untersuchungsergebnis läßt den Schluß zu, daß sich Sportler, die ein adäquates Aufwärmen durchführen, weniger häufig verletzten als Sportler, deren Aufwärmen mangelhaft ist oder die auf ein Aufwärmen verzichten.

Abstract The goal of this study is the examination of the question whether and to what extent warm-up in sports can contribute to the prevention of injuries. The analysis starts from the hypothesis that adequate warm-up prior to sport activities helps to prevent injuries. The examination method chosen was a written inquiry of injured persons. 506 subjects suffering from an athletic injury participated in the retrospective study. Their warm-up behaviour was analysed using a questionnaire of 50 questions. The results of the inquiry are as follows: 84,6% of the injured athletes had warmed up prior to exercise and 64,2% of them estimated their warm-up procedure as good. The self-assessment of the persons questioned regarding the quality of their warm-up was compared with the scientific judgment of their warm-up behaviour. The differences are highly significant (p<0,01): The scientific judgment of the warm-up of every person questioned, taking into account all endogenous and exogenous factors affecting the warm-up, showed that the warm-up of 9,5% of the injured athletes had been good and correct, the warm-up of 21,3% had been sufficient, and the warm-up of 54% had been insufficient and/or wrong. 15,2% of the athletes had done no warm-up at all. These results lead to the conclusion that athletes who warm up correctly suffer less frequently from injuries than athletes who warm up insufficiently or who do not warm up at all.

  • Der Volltext der Dissertation ist nur aus dem Netz der Deutschen Sporthochschule zugänglich.

16.12.2017 - 03:15